Manchmal wünschte ich, du wärst anders

Manchmal wünschte ich, du wärst anders.

 

Du redetest weniger laut.

Du spürtest den Wind auf deiner Haut.

Du erzähltest mir Bedeutungsloses.

Du lachtest frei wie ein kleines Kind.

Du verweiltest ohne Grund.

Du schwiegst.

 

Du wärest kein Getriebener mehr.

Du nähmst mich an der Hand,

wir spürten die Wärme und das Leben

und hätten damit genug.

 

Manchmal wünschte ich, du wärst anders.

Aber vergiss es.

Das hat nichts mit dir zu tun.

Das ist nur meine Sehnsucht.

 

Wenn die Stille im Getöse untergeht.

Wenn die Wände alle Zeit verschlucken.

Wenn absurde Pflichten uns erdrücken.

Wenn keine Zeit mehr bleibt,

uns in die Augen zu schauen.

 

Dann wünsche ich.

Du nimmst mich an der Hand

und wir gehen dahin,

wo noch niemand war.

 

Geschrieben am Abend eines “ganz normalen” Arbeitstag.

Judith Matern

bedingungslos-beflügelt blog, BGE - Botschafterin

Manchmal wünschte ich, du wärst anders

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